http://kita-montessori-suro.de/tagesablauf.htm

Wir über uns

Beispiel für einen möglichen Vormittag in unserer Privaten Montessori Kindertagesstätte (einen Tagesablauf aus Sicht eines unserer Kinder finden Sie in unserer Konzeption unter 18.2.)

Wenn die Kinder am Morgen eintreffen ziehen sie sich, so weit es ihnen gelingt, selbstständig in der Garderobe aus - ansonsten erfahren sie Hilfe wo sie diese brauchen. Im Anschluss haben sie die Möglichkeit, in der sog. Freiarbeitszeit, bzw. Freispielzeit ihren Interessen nachzugehen. Dabei können sie mit den besonderen Montessori-Materialien und anderen entwicklungsfördernden Materialien arbeiten und spielen. Dies tun die Kinder auf Wunsch allein, oder in kleinen Gruppen. Von den Pädagoginnen werden sie dabei individuell in die Handhabung und den Umgang mit den verschiedenen Materialien, oder in die Regeln von Tischspielen eingeführt, dabei begleitet und unterstützt. Zudem wird viel Zeit für Rollenspiele, gestalterische Arbeiten und das selbst entdecken und ausprobieren geschenkt - gemäß dem Motto der Montessori-Pädagogik "Hilf mir, es selbst zu tun." So können die Kinder, je nach Lerntyp und eigenem Lerntempo, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Können erwerben.

Ab der sog. "Kernzeit", zwischen 8:30 und 12:00 Uhr wird in der Regel ein pädagogisches Angebot gemacht. Dies ist jeweils speziell auf die sehr jungen Kinder abgestimmt. Alter, Aufnahmefähigkeit, Interessen, Entwicklungsstand und Gruppenstruktur bestimmen die Zusammensetzung der Kleinstgruppe. Je nach Angebot sind dazu immer 3 bis 6 Kinder eingeladen mitzumachen. Die Angebote orientieren sich vorwiegend am Jahreskreis. Dieser bietet so vielseitige Anreize, dass immer wieder darauf aufgebaut wird und somit lernunterstützende, vielfältige Wiederholungen gegeben sind. Auch spezielle Interssen der Kinder werden gerne aufgegriffen und in die Spiel- und Lernplanung mit eingebunden (2011 das große Interesse an den unterschiedlichen Baustellen vor der KiTa; 2012 z.B. die lange Zeit anhaltende Liebe für Wickie und die Wikinger).

Beim gemeinsamen Kreis mit der gesamten Gruppe stehen Singen, Tanzen, Bewegungsspiele, kleine Geschichten hören, Fingerspiele machen, zusammen etwas feiern, z.B. Geburtstag u.v.m. im Mittelpunkt.

Einzelzuwendungen, z.B. beim Malen, Basteln, etwas für eine gemeinsame Mahlzeit mit schneiden, Kuscheln, Bücher vorlesen, bewusste Zeit beim Wickeln u.a., werden den Kinder immer wieder angeboten und zugestanden. Dies stärkt die Bindung und das Vertrauen zu den einzelnen Pädagoginnen.

Bei uns hat die regelmäßige Beobachtung der Kinder einen hohen Stellenwert. Im gemeinsamen Spiel zeigen die Kinder ihr Können und ihren Entwicklungsstand am deutlichsten.

Das gemeinsame Spiel übt die sozialen Kompetenzen, die besonders im Alter zwischen 1 und 5 Jahren reifen.  Zudem lernen die Kinder erste Entscheidungen zu treffen, indem sie Spielpartner, Materialien, Spieldauer und Spielorte selbst wählen. Dies fördert die Selbstständigkeit, stärkt das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit, die einer stabilen, selbstsicheren und belastbaren Persönlichkeitsbildung vorangehen.

Die dabei schriftlich aufgezeichneten Beobachtungseindrücke fließen bei den regelmäßigen Entwicklungseinschätzungen der Kinder als wichtige Faktoren mit ein. Nur so lassen sich Stärken, Neigungen, Talente und evtl. Schwächen entsprechend erkennen. Dann  kann das Kind angemessen in seiner Entwicklung weiterbegleitet werden. Es wird darauf geachtet, dass spezielle Zuwendung, Hilfe und Unterstützung, auf Wunsch des Kindes, oder bei Bedarf gegeben wird. So kann das Kind sein ihm eigenes Potential immer besser ausschöpfen, Neues dazulernen und sich gut weiterentwickeln.

Um neue Anreize zu schaffen, mit denen unterschiedliche Spiel- und Lernerfahrungen gemacht werden können und um gerade aktuelle Themen spielerisch zu vertiefen, wechseln einige Spielmaterialien regelmäßig. Andere jedoch bleiben bewusst ganzjährig in den Regalen um Wiederholungen zu ermöglichen, die wichtige Strukturen im Gehirn festigen.

Zusätzlich wird bei uns viel Wert auf die Spracherziehung gelegt. Wir beschreiben und benennen immer wieder die verschiedenen Tätigkeiten oder Gegenstände, so dass die Kinder vielerlei Begriffe hören und so ihren Wortschatz ganz nebenbei erweitern können. Wechselnde Bilderbuchliteratur ist selbstverständlich. Lieder, Singspiele, Fingerspiele und lustige Bewegungsspiele ergänzen und unterstützen zusätzlich zum deutlichen Sprechen den Spracherwerb und die Sprechfreude.

Es können vielfältige gestalterische Tätigkeiten (Malen, Kleben, Schneide, Umgang mit einfachen Werkzeugen...) und Rollenspiele gemacht werden. Dabei wird besonders die Kreativität, der Umgang miteinander und die Sprache geübt. Freundschaften werden angebahnt oder vertieft, Kompromissbereitschaft und logisches Denken bei der Absprache von Rollen wird geübt.

Jedes Kind kann seinem natürlichen Bewegungsdrang, je nach Wetterlage im Garten oder im Bewegungsraum, nachgehen. Auch die Spiel- und Arbeitsmaterialien sind so konzipiert, dass die Kinder während ihres Tuns ganz selbstverständlich  in Bewegung sind und unbewusst ihre Körperwahrnehmung und ihr Körperbewusstsein üben können. Bewegung an der frischen Luft, wird so oft es geht ermöglicht.

Die Brotzeit wird nach individuellem Appetit eingenommen. Dabei macht es besondere Freude, wenn immer mehrere Kinder zusammen am Küchentisch essen.

Ab 12:00 Uhr beginnt die flexible Abholzeit, in der immer wieder der für uns wertvolle Austausch mit den Eltern gepflegt wird.

Gegen 12:15 Uhr wird mit den Essenskindern gespeist (bei genügend Anmeldungen!).

Danach ist für die Kinder, die bis dahin noch anwesend sind, eine Ruhephase vorgesehen. Im Anschluss haben sie erneut Zeit für weitere, selbst gewählte Beschäftigungen. Auf das Schlafbedürfnis von Kindern wird individuell reagiert.

Änderungen im Tagesablauf sind je nach Situation flexibel umsetzbar.

Werden Schulkinder mitbetreut, die zur Mittagsspeisung angemeldet sind, essen diese nach Unterrichtsende in der Einrichtung. Danach ist Zeit für Spiel, Ruhen oder zur Erledigung der Schularbeiten. Es findet keine Hausaufgabenhilfe in dem Rahmen statt, wie sie entsprechende Lernhilfegruppen anbieten!


Abschluss