http://kita-montessori-suro.de/eltern_hilf_mir_es_selbst_zu_tun.htm

"Hilf mir, es selbst zu tun!"

Montessoripädagogik und Montessori-Kita stellen sich vor

1. Entstehung der Montessori-Pädagogik

  • Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit
  • Jedes Kind ist ein eigenständiges Individuum
  • Jedes Kind hat eine eigene Begabung
  • Jedes Kind hat besondere Stärken und Schwächen
  • Jedes Kind braucht unterschiedlich Zeit etwas zu lernen und beim Lernen
  • Jedes Kind hat seinen eigenen Weg um etwas zu lernen
  • Jedes Kind hat zu unterschiedlichen Zeiten, unterschiedliche Interessensschwerpunkte

Diese Aussagen und Erkenntnisse sehen wir in der heutigen Zeit als selbstverständlich an und sie ließen sich noch beliebig weiterführen.

Zur Zeit Maria Montessoris die 1870 in Italien geboren wurde und die Begründerin der Montessori-Pädagogik ist, war dies jedoch keineswegs so. Deshalb ist es umso erstaunlicher, dass vor über 100 Jahren bereits ein so solides Bildungs- und Erziehungskonzept entstand, das heute weltweit bekannt, immer noch aktuell ist und mehr und mehr Aufmerksamkeit genießt.

Ursprünglich wollte Montessori keinesfalls einen für das 19. Jahrhundert typischen Frauenberuf ergreifen (Erzieherin, Haushälterin, Köchin, Lehrerin...)
Es zog sie schon sehr früh zu den Naturwissenschaften.
Da sie einen ausgeprägten Willen hatte setzte sie sich gegen den Vater und ihre Lehrer durch, studierte Medizin und promovierte als erste Frau Italiens. Während ihrer Tätigkeit als Ärztin bei behinderten Kindern wuchs ihr Interesse an der Pädagogik. Sie entwickelte Materialien und eine Methode um diese zurückgebliebenen Kinder zu unterrichten und zu erziehen und sie nicht nur medizinisch zu versorgen. Der Erfolg den sie damit hatte war erstaunlich.

Maria Montessori studierte u.a. Pädagogik und Psychologie und übernahm 1907 die Leitung eines Kinderhauses in Rom. Dort entwickelte sie die Materialien zweier Franzosen weiter. Ihr ausgesprochenes Talent, besonders einfühlsam und exakt zu beobachten führte dazu, immer neue Materialien für bestimmte Lern- und Entwicklungbereiche zu erarbeiten. Besonders ihr sensorisches Arbeitsmaterial, das den Kindern erlaubt Lerninhalte im wahrsten Sinne des Wortes zu BE-GREIFEN machte ihre Pädagogik so durchschlagend. Sie hat damit schon damals die dringende Notwendigkeit erkannt, und in die Praxis umgesetzt, dass das Lernen mit allen Sinnen und das selbsttätige Handeln eine dauerhaftere Vernetzung des Gelernten ermöglicht, als es sonst übliche Lernmethoden gewährleisten.
Das alles bestätigt inzwischen die moderne Lern- und Hirnforschung da auf Grund der fortgeschrittenen, technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen diese Erkenntnisse exakt nachweisbar sind. Montessori belegte sie zu ihrer Zeit durch ihre Beobachtungsdokumentationen.

Revolutionär in ihrer Zeit war v.a. die Forderung an die Erwachsenen, die Kinder uneingeschränkt zu achten, zu respektieren und mit ihren Stärken und Schwächen anzunehmen.

Ihre Erfolge gaben ihr Recht und bald bereiste sie die Welt, hielt Fortbildungen und Vorträge über ihre Arbeit und ihre Erfahrungen. Die Montessori-Pädagogik war geboren.

2. Motto:

Das Motto der Montessori-Pädagogik, das vielen bekannt ist, entstand ebenfalls aus der schon erwähnten Beobachtungsgabe heraus. Ein Kind forderte Montessori auf:

„HILF MIR, ES SELBST zu TUN”

Das war genau das was ihr stets wichtig war.

Diese Umsetzung des Mottos ist schon mit ganz jungen Kindern möglich, wie wir sie bei uns in der Kita betreuen. Indem man ihnen ruhig und langsam zeigt wie etwas gemacht werden kann, indem wir geduldig und ohne Zeitdruck arbeiten, indem wir die individuellen Stärken und Schwächen achten und uns auf das Lerntempo des Kindes einlassen, indem wir Wiederholungen zulassen und die besonderen Interessen berücksichtigen, unterstützen wir die Kinder beim Erklimmen der einzelnen Entwicklungsstufen.

„Hilf mir” bedeutet für uns NICHT dem Kind alles abzunehmen, für das Kind zu entscheiden oder Dinge zu tun die es bereits selbst tun kann. Wenn es Hilfe braucht darf es diese jederzeit einfordern, bzw. erhält diese als Angebot, wenn die Beobachtung zeigt, dass es etwas noch nicht alleine schaffen kann.

Deshalb ist das Selbst Tun bei uns in der privaten Montessori-Kita, wie in allen Montessori-Einrichtungen, stets im Vordergrund. Nur so können die Kinder in einem beschützen Rahmen Erkenntnisse und Erfahrungen erwerben und verinnerlichen. Diese brauchen sie im späteren Leben immer mehr (Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Merkfähigkeit, logisches Denken, Hilfe einfordern trauen, Hilfsbereitschaft, Achtsamkeit, Achtung vor anderen usw.)
Wir sind häufig sehr überrascht was alles in einer so kleinen Person steckt, zu was sie fähig ist, wenn man sie lässt!

3. Anhand einer Tulpe, die in unserem Logo eine zentrale Rolle spielt werden wichtige Begriffe, die so nur in der Montessori-Pädagogik vorkommen erklärt.

Schaubild Tulpe

In einer Blumenzwiebel ist alles festgelegt, gespeichert. (Blumenzwiebel beim Schaubild)
In ihr sind alle Informationen darüber enthalten, wie die Blume später einmal sein wird. Man weiß es jetzt noch nicht, außer es ist auf der Packung angegeben, und selbst dann kann es noch Überraschungen geben.
Was fast gewiss ist, die Blume wird Wurzeln haben, Stängel, Blätter und Blüte. Trotzdem wird jede, auch wenn es fünf Rote sind, etwas anders aussehen, jede wird einzigartig sein.

So sieht Maria Montessori das Kind. Als einzigartiges Individuum. Sie geht davon aus, dass in jedem Menschen von Geburt an ein ihm ganz eigener, individueller Entwicklungsplan festgelegt ist, d.h. Anlagen (Talente, Schwächen sowohl in geistigem, seelischem, körperlichen Bereich).
Montessori nennt es den „immanenten Bauplan”.
Was wissen wir sicher? Das Kind, wenn alles so weit gut geht wird Hände, Füße, Kopf usw. haben. Mehr lässt sich vorerst einmal nicht sagen. Vieles ist jedoch in ihm bereits grundgelegt, das durch Erziehung und Förderung, also durch die Umwelt wachsen und gedeihen kann.

Dazu ist jedoch erst einmal wichtig, genau zu beobachten, was das einzelne Kind braucht. Wo steht es gerade? Was weckt im Moment besonders seine Aufmerksamkeit? Welche Stärken hat es? Sollte auf etwas besonders geachtet werden? usw.
Um ein möglichst objektives Bild davon zu bekommen benötigt das Kind Freiraum. Selbst Tun dürfen also, damit es sich handeln traut und handeln kann und damit es für uns etwas zu beobachten gibt.

Diese Freiheit die Montessori immer wieder fordert wird oft missverstanden. Es bedeutet nicht, dass Kinder tun und lassen dürfen was sie wollen. Sie erhalten Freiheiten innerhalb sinnvoller Regeln und Grenzen.

BEISPIEL:

Das Kind möchte in der KiTa etwas essen.

  • Das Kind bestimmt wann es essen will (Freiheit, die Zeit zu wählen und zu spüren, wann es hungrig ist).
  • Es sucht aus was es essen möchte (Freiheit zu entscheiden, was aus der Brotzeitbox es als erstes essen möchte).
  • Es wählt sich den Platz am Esstisch den es haben will (Freiheit zu wählen, neben wem ich stitzen möchte, auf welchem Stuhl, wobei hier eine  erste natürliche Grenze gegeben sein kann, etwa dass ein anderes Kind auf dem gewünschten Stuhl sitzt)
  • Es entscheidet wie viel es essen will (Freiheit über die Menge zu entscheiden, die es essen möchte, je nach Hunger / Sättungsgefühl).

Diese Freiheiten sind eingebunden in sinnvolle und für die Kinder erklärte und somit nachvollziehbare Regeln. Es sitzt zum Essen am vorgesehenen Esstisch in der Küche. (Erklärung: Krümel sind sonst überall; verschmierte Spielsachen; Ruhe beim Essen ist wichtig für die Verdauung und um das eigene Sättigungsgefühl wahrzunehmen...)

Solch sinnvolle Regeln und Grenzen gibt es immer wieder im Tagesverlauf. Diese werden mit den Kindern erarbeitet und kindgerecht erklärt. Sie gelten für alle und Sie geben einen Rahmen vor in dem es vielerlei Freiheiten gibt, die jedoch trotzdem an Richtlinien gebunden sind, die zugleich Sicherheit und Geborgenheit schenken und für alle gleichermaßen gelten.

Ausgehend von der Tulpenzwiebel also, braucht sowohl diese als auch das  Kind zum guten und richtigen Entwickeln,  mehr als nur sich selbst. Obwohl schon Unabänderliches festgelegt ist braucht es verantwortungsbewusste Erwachsene die vielfältige Anregungen, Erfahrungsmöglichkeiten, Hilfen, sowie nachvollziehbare, sinnvolle Regeln, Grenzen usw. bieten.

Maria Montessori sagt:
„Es muss zur richtigen Zeit, das Richtige getan werden.”

Bei der Zwiebel etwa kann das sein:
- Pflanzzeit beachten
- welche Erde, Pflanzplatz
- Düngezeiten
- Zeit und Ruhe zum Wachsen dürfen

Dazu braucht es für die Pflanze Aufmerksamkeit, Geduld und  Be -Achtung, damit man später die gesamte Blütenpracht bewundern kann. (Sonne im Schaubild)

Genauso ist es bei Kindern. Sie brauchen unsere Aufmerksamkeit, Geduld, Liebe und Geborgenheit. Sie wollen unseren Schutz und unsere Be-Achtung, gerade auch durch nachvollziehbare Grenzen, Regeln und Konsequenzen. Sie brauchen unsere Anteilnahme, um glücklich wachsen zu können. Sie erwarten zu Recht  unser Verständnis dafür, dass dazu Zeit und Wiederholungen notwendig sind - denn für sie ist alles neu und unterliegt noch keiner Gewöhnung oder Automatisierung.

Ist diese besonderer Aufmerksamkeit durch die Erwachsenen gegeben, erkennt dieser die Phasen, die ein Kind in der Entwicklung durchläuft. Diese besonderen Zeiten, die es für eine gute Entwicklung von Pflanzen gibt überträgt Montessori deshalb auf das Kind.

Sie werden „sensiblen Phasen” genannt. (seit einiger Zeit in Schulen und Kindergärten als „Zeitfenster” bezeichnet)
Montessori hat durch ihre Beobachtungen erkannt, dass es bei jedem Kind diese Phasen gibt, egal in welchem Teil der Erde sie leben.
Es sind Zeiten, in denen ein Kind besonders leicht, ohne besondere Anstrengung oder außergwöhnliches Zutun von Außen etwas lernt. Dieses Lernen geschieht aus einem inneren Antrieb heraus und mit Mitteln die grundsätzlich jedem Kind in seiner Umwelt zur Verfügung stehen. Diese Zeiten sollten Erziehende kennen und beachten um das Kind gerade dann anregend zu unterstützen und das Lernen zu erleichtern, zu festigen und zu differenzieren.

Beispiel:

Laufen lernen
- Kind zieht sich überall hoch - Möglichkeiten bieten, dies gefahrlos tun zu können
- steht 100 mal auf ohne frustriert zu sein - beobachten, jedoch nicht ständig mithelfen
- gibt nicht auf - Lbben und sich mit dem Kind freuen
- es würde Strecken gehen die Sie sich gar nicht vorstellen können - das Kind selbst laufen lassen

Wir Erwachsene setzen es jedoch (meist aus Zeitmangel und der Einfachheit halber), selbst wenn es laufen kann oftmals in den Kinderwagen, fahren mit dem Auto, tragen es und gewöhnen ihm damit nach und nach das Bewegen wollen ab. Dass damit auch wichtige andere Entwicklungsbereiche beschnitten werden, stellt sich oft erst später heraus, etwa wenn die Kinder nicht richtig sprechen lernen, die Stifthaltung nur sehr schwer gelingt, die Konzentration zu wünschen übrig lässt, die Rückenmuskulatur und die Belastbarkeit gering ausgeprägt ist  u.a.

Wichtiger wäre es in dieser Zeit den Wagen stehen zu lassen, sich Zeit nehmen den Weg mit dem Kind zu gehen, verschiedene Wege zu wählen etwa durch Wald, Wiese, Sand, um unterschiedliche Untergründe kennen zu lernen und somit vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen die wiederum dazu beitragen sämtliche Gehirnregionen zu stimulieren.

Wir sind deshalb mit den Kindern oft draußen, gehen zum nahen Annaberg, Schaukeln, ermöglichen verschiedene Elastizitäten im Bewegungsraum durch unterschiedliche Mattenstärken usw.

Zur guten weiteren Entwicklung sagt Montessori außerdem:

Ein Kind braucht wie eine Blumenzwiebel bestimmte Grundvoraussetzungen um sich entwickeln zu können:

  • Eine Umgebung in der es wachsen und reifen kann, Montessori nennt es die „vorbereitete Umgebung” (Erde beim Schaubild), mit anregenden Materialien
  • Besondere Kinder brauchen teilweise eine andere Umgebung, z.B. entwicklungsverzögerte Kinder, Hochbegabte usw.
  • Wichtig ist auch hier:
    Es ist nur möglich das zu erkennen, wenn ich mir ausreichend Zeit nehme das Kind zu beobachten

Die Umgebung spielt für ein Kind eine wichtige Rolle, denn darin lebt es und macht seine Erfahrungen, durchlebt seine sensiblen Phasen.

In der Umgebung unserer Blumenzwiebel spielt das Wasser eine wichtige Rolle (Wassertropfen im Schaubild)
Die Zwiebel saugt sich mit Wasser voll, egal ob es gutes oder schlechtes Wasser ist.

Maria Montessori sagt das auch über Kinder. Sie saugen, je jünger sie sind, alle Eindrücke auf die sie bekommen, wie ein Schwamm. Dabei wertet oder reflektiert das Kind zunächst nicht, egal ob die Eindrücke gut oder weniger gut sind. Montessori bezeichnet das als „absorbierenden Geist”.
D.h., so wie ich der Blumenzwiebel gutes, sauberes Wasser gebe, soll das Kind gute Anreize bekommen, z.B. durch die Materialien und das Vorbild des Erwachsenen. Dazu gehören in der Montessoripädagogik ausgewählte Spiel- und Arbeitsmaterialien, Erwachsenenvorbild, und natürlich auch so banale Dinge wie Verpflegung.
Das heißt jedoch ebenso das Kind nicht mit Reizen und Angeboten zu überfluten (ich kann die Zwiebel auch ersäufen). Es bedeutet, dem Kind Zeit lassen um etwas setzen zu lassen, Wiederholungen zulassen, auch wenn sie uns als Erwachsene unsinnig erscheinen. (immer wieder das gleiche Spiel machen, die gleiche Geschichte vorlesen)

In der Regel sind Kinder in der heutigen Zeit eher überfordert durch zu viele Reize, als unterfordert durch zu wenig Reize (Hyperaktivität - Reize ausschalten). Stilleübungen sind bei Montessori deshalb sehr wichtig und werden bei uns immer wieder eingebaut (Glöckchen suchen, Dinge ganz leise sagen usw.)
(Ein nasser Schwamm kann auch nicht unbegrenzt das Wasser halten. Irgendwann läuft es unkontrolliert heraus. Kinder wissen bei zu vielen Eindrücken oft nicht mehr, was wichtig ist und was es zu behalten gilt.)

Manchmal kann es sein, dass besondere Anreize benötigt werden, so wie der Dünger bei der Pflanze, also evtl. eine Therapie für das Kind - Logopädie, Motopädagogik usw.- Wenn Beobachtungen dies vermuten lassen, sollte man zum Wohl des Kindes und für seine gute Weiterentwicklungn solches andenken. (Düngestäbchen im Schaubild)

Mit all diesen Hilfen aus der Umgebung schreitet die Entwicklung voran (Stiel im Schaubild).
Wie schnell, ist individuell verschieden. Das Kind wird die sensiblen Phasen durchleben, das eine intensiver als ein anderes, das eine früher, das andere später (bei gesunden Kindern! - anders bei Behinderung und auch da sind Weiterentwicklungen zu beobachten)

Wir Erwachsene müssen bedenken: Auch zur gleichen Zeit gepflanzte Blumen, blühen nicht alle gleichzeitig!

Geduld und Zeit sind deshalb wichtig, genau wie sinnvolle Regeln und Grenzen zur Orientierung.

Besonders zentral war und ist in der Montessoripädagogik die Achtung und der Respekt des Erwachsenen gegenüber dem Kind. (Sonne im Schaubild)
Liebe, Freundlichkeit, Angenommensein, Zuwendung, Geborgenheit sind wichtige und grundlegende Bedürfnisse die jeder Mensch hat. Unangefochten fordert Montessori das für Kinder. Als ganz speziellen Auftrag natürlich in den Einrichtungen in denen sie betreut werden.

Beim Kind wie bei der Pflanze, muss sich der Erwachsene intensiv einbringen, er schafft die Umgebung mit entsprechenden Anreizen, ist Vorbild, sorgt für sinnvolle, nachvollziehbare Regeln und Grenzen. (Erster Teil des Mottos: „Hilf mir, ...”). Gleichzeitig greift er jedoch nicht in allem vor und drängt das Kind in eine Richtung die nicht die seine ist und die nicht seinem Tempo ertspricht.

Vielleicht zeigt sich lange Zeit für uns kein sichtbares Ergebnis. Irgendwann aber, trägt der Einsatz Blüten, im wahrsten Sinne des Wortes. (Blüte im Schaubild)

Die Blüte in unserem Loge ist rot, weil uns diese Farbe gut gefallen hat. Sie kann jederzeit anders sein. Sie würden sich vielleicht eine andere Farbe und eine andere Blume wünschen.

Doch auch das ist etwas was Montessori immer betont:

Wir dürfen helfen und unterstützen, sollten jedoch auch akzeptieren wenn unser Kind einen anderen Weg einschlägt, weil es besser zu seinen Talenten und Begabungen passt. Es wird vielleicht später kein Professor wie wir als Eltern es uns wünschen würden, aber vielleicht ein herausragender Handwerker. (Rückbesinnung an Anfang - Immanenter Bauplan)

DIESES BLUMENSYMBOL IST GERADE WEGEN DER VIELEN PARALLELEN ZUR ENTWICKLUNG  EINES  KINDES  GANZ  BEWUSST  TEIL  UNSERES  LOGOS.

Um dieser/diesem „Blume/Kind” also bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten, fußt die Montessoripädagogik auf drei wichtigen Säulen.

  1. der vorbereiteten Umgebung, da sich diese sowohl günstig als auch ungünstig auf ein Kind auswirken kann. Deshalb achten wir auf einladende, aber nicht überladene Räume. Klare und übersichtliche Aufteilung der Räume und entsprechende Proportionen der Möbel sowie Alltagsgegenstände auf die Größe der Kinder abgestimmt ergänzen die Ausstattung. Sauberkeit und Ordnung, denn diese äußere Ordnung führt leichter zu einer inneren Ordnung zu Konzentration und Ausgeglichenheit.
  2. den Materialien, sowohl typische Montessorimaterialien wie auch gutes handelsübliches Arbeits- und Spielmaterial, sowie selbst gefertigte Materialien die auf Grund individueller Interessen und Begabungen eines einzelnen Kindes hergestellt werden (in der Ausbildung lernt man was es dazu zu beachten gibt)
  3. den Erziehenden, über deren Aufgaben und Verhalten durch das Schaubild vieles genannt wurde. D.h., grundsätzlich für alle, die Kinder haben oder Kinder betreuen, dass sie ihre Erziehungsverantwortung annehmen und ernst nehmen sollten.

ABSCHLIESSEND EIN ZITAT VON  DR.  MARIA  MONTESSORI:

„Hilf mir, es selbst zu tun.
Zeige mir wie es geht.
Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es allein tun.
Hab Geduld meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit,
weil ich mehrere Versuche machen will.
Mute mir Fehler und Anstrengungen zu, denn daraus kann ich lernen!”


Abschluss